Erfolge sehen: So feierst und reflektierst du deinen Jahreslauf
Erfolge sehen – das klingt einfach, ist es aber oft nicht. Wir rennen von einem Ziel zum nächsten und haken am Ende einfach ab. Aber bist du dadurch wirklich gewachsen? Haben sich deine Ziele im Laufe des Jahres vielleicht sogar verändert? Und fühlst du dich, wenn du ein Ziel erreichst, wirklich so, wie du es dir vorgestellt hast? In diesem Artikel lernst du, wie du deine Erfolge sichtbar machst und warum regelmäßiges Reflektieren dabei so wichtig ist.
Hand aufs Herz, wie oft hast du in diesem Jahr schon ein Ziel erreicht und bist innerlich, fast ohne es zu merken, direkt zum nächsten übergegangen? Kein Innehalten, kein bewusstes Hinschauen – einfach abhaken und weiter. Genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen: darüber, wie du lernst, deine Erfolge zu sehen, und warum regelmäßige Reflexion so ein wertvoller Teil deines Weges ist.
Warum es wichtig ist zu reflektieren
Nichts ist von Dauer. Wir verändern uns immer wieder, wir machen neue Erfahrungen, wir wachsen an dem, was wir erleben. Deshalb ist es nur verständlich, dass sich auch unsere Ziele und Wünsche mit der Zeit verändern. Was du dir im Januar gewünscht hast, muss im Herbst nicht mehr dasselbe sein – und das ist völlig in Ordnung.
Deshalb lade ich dich ein: Halte von nun an inne, sobald du ein Ziel erreicht hast. Spüre einmal ganz bewusst in dich hinein. Fühlst du dich so, wie du es dir vorgestellt hast? Tauche ein in dieses Gefühl, nimm es wirklich wahr – und feiere dich dafür. Wie möchtest du dich jetzt belohnen, da du dein Ziel erreicht hast?
Erst danach ist der richtige Moment gekommen, dir dein nächstes Ziel zu suchen. Halte auch hier noch einmal inne und richte dich neu aus. Nimm dir Zeit, Klarheit darüber zu finden, wo du eigentlich hinmöchtest. Ich persönlich teile mein Jahr in vier Quartale auf und setze mir jeweils Ziele für das kommende Quartal. Dazu erstelle ich mir einen Plan, was ich bis wann umsetzen möchte, und halte mir bewusst die letzte Woche des Quartals frei, um das nächste in Ruhe zu planen. So bleibt Reflexion kein einmaliges Ereignis, sondern wird zu einem festen Rhythmus in deinem Jahr.
Die 13 Wünsche der Raunächte
Vielleicht hast du schon einmal von den 13 Wünschen gehört, die traditionell in den Raunächten – den Nächten zwischen Weihnachten und dem 6. Januar – gezogen werden. Zu beginn der Raunächte schreibst du 13 Wünsche für das kommende Jahr auf einzelne Zettel und legst sie in eine Schachtel. Wenn die Raunächte beginnen, nimmst du an jedem Abend der 12 Raunächte einen Zettel aus der Schachtel – dieser wird geöffnet und dann in einer kleinen Zeremonie verbrannt. Der 13. Wunsch, also der Zettel der übrig bleibt, ist ein Wunsch, den man sich selbst erfüllen muss und für den man die ersten Schritte bereits jetzt unternehmen sollte. Für diesen Wunsch bist nur du verantwortlich und nicht das Universum.
Schau dir deien 13 Wünsche nochmal an. Welche sind bereits in Erfüllung gegangen? Wo kannst du noch Energie reinstecken? Hat sich vielleicht auch an den 13 Wünschen etwas verändert?
Auch wenn die Raunächte selbst erst am Jahresende beginnen, lohnt es sich, sich jetzt schon mit dieser Idee zu beschäftigen: Du hast noch genug Zeit, an deinen Wünschen zu arbeiten, sie zu konkretisieren und dich innerlich darauf vorzubereiten, was du dir für das kommende Jahr wirklich wünschst. Reflexion und Wunschfindung gehen so Hand in Hand.
Deine Erfolge sichtbar machen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, deine Erfolge auch wirklich anzuerkennen. Sei stolz auf dich, wenn du etwas geschafft hast – auch für die kleinen Dinge im Alltag, die oft übersehen werden. Der gelungene Sonntagsspaziergang mit der ganzen Familie, das schwierige Gespräch, das du endlich geführt hast, der Moment, in dem du „Nein“ gesagt hast, obwohl es dir schwerfiel. All das sind Erfolge, die es wert sind, gesehen zu werden.
Warum das so wichtig ist? Weil unser Gehirn dazu neigt, sich auf das zu konzentrieren, was noch fehlt, statt auf das, was schon da ist. Wenn du deine Erfolge nicht bewusst sichtbar machst, gehen sie im Alltag einfach unter – und mit ihnen das gute Gefühl, das du dir eigentlich verdient hättest. Erfolge sehen bedeutet also auch, dir aktiv einen Spiegel vorzuhalten, der dir zeigt, wie weit du schon gekommen bist.
Ideen, wie du deine Erfolge sichtbar machen kannst
Erfolgsjournal
Ein Erfolgsjournal ist eine wunderbare Möglichkeit, täglich oder wöchentlich aufzuschreiben, welche Erfolge du hattest – egal wie klein sie erscheinen mögen. In meinem Artikel Erfolgsjournal für Mamas: Für Motivation, Dankbarkeit & innere Stärke gehe ich noch genauer darauf ein, wie du ein solches Journal für dich nutzen kannst.
Jahrestage und wichtige Termine feiern
Auch ein weiteres gemeinsames Jahr in einer Beziehung ist ein Erfolg, den ihr feiern solltet. Oder dein Unternehmen, das es schon so lange gibt. Oder der Tag, an dem du Mama geworden bist. Solche Meilensteine verdienen bewusste Aufmerksamkeit, statt einfach im Kalender vorbeizuziehen.
Fotoleinwand
Gestalte dir eine Fotoleinwand mit Bildern, die zeigen, was du in diesem Jahr alles geschafft hast. Ob der Umzug in die neue Wohnung, das bestandene Examen oder der erste Schritt deines Kindes – ein visueller Rückblick an der Wand erinnert dich jeden Tag daran, wie viel du bereits erreicht hast.
Ein Erfolgsglas
Schreibe jeden Erfolg, ob groß oder klein, auf einen kleinen Zettel und sammle ihn in einem Glas. Am Jahresende liest du alle Zettel noch einmal durch – ein wunderschönes Ritual, um deine Erfolge sichtbar zu machen und dich rückblickend zu erinnern, wie viel passiert ist.
Eine Erfolgs-Playlist
Verknüpfe bestimmte Songs mit besonderen Erfolgen und lege dir eine persönliche Playlist an. Hörst du einen dieser Songs, erinnerst du dich sofort an das Gefühl des Erfolgs – ein kleiner, aber wirkungsvoller Anker im Alltag.
Erzähle es weiter
Auch das Teilen eines Erfolgs mit einer guten Freundin oder deiner Familie macht ihn sichtbar. Du musst nicht laut auf Social Media posten, ein ehrliches Gespräch reicht oft schon, um deinen Erfolg noch einmal bewusst zu würdigen.
Dein Jahreslauf gehört gefeiert
Erfolge sehen ist kein einmaliger Akt, sondern eine Haltung, die du dir Schritt für Schritt aneignen kannst. Nimm dir regelmäßig Zeit, innezuhalten, zu reflektieren und deine Erfolge sichtbar zu machen – ob groß oder klein. Dein Jahreslauf besteht aus vielen kleinen und großen Momenten, die es wert sind, gesehen zu werden. Wenn du magst, lies auch gerne meinen Artikel [→ Erfolge feiern: Deine Ernte des Jahres im Herbst einbringen] weiter, in dem ich noch tiefer auf das bewusste Feiern deiner Erfolge eingehe.
Ich wünsche dir viele Momente, in denen du stolz auf dich zurückblicken darfst.
Deine Angela
