Dein entspannter Jahresstart: Weniger Müssen, mehr Sein
Ein entspannter Jahresstart beginnt nicht mit neuen To-do-Listen, sondern mit bewusstem Loslassen. In diesem Artikel erfährst du, warum es so wichtig ist, das alte Jahr achtsam zu verabschieden – und wie du mit Klarheit, Leichtigkeit und innerer Ausrichtung ins neue Jahr startest.
Der Wunsch nach einem entspannten Jahresstart ist groß – und doch starten viele von uns mit Druck, Erwartungen und langen Ziellisten ins neue Jahr. Dabei liegt wahre Klarheit nicht im schnellen Planen, sondern im bewussten Innehalten.
Bevor Neues entstehen kann, braucht es Raum. Raum, um zurückzublicken, loszulassen und zu würdigen, was war. Dieser Artikel lädt dich ein, genau diesen Raum zu öffnen: für einen sanften Übergang, einen entspannten Jahresstart und eine bewusste Ausrichtung auf das, was kommen möchte.
Das alte Jahr verabschieden
Bevor wir etwas Neues beginnen, müssen wir zuerst beenden, was war.
In unserer schnelllebigen Welt wird uns kaum beigebracht, Dinge bewusst zu vollenden. Wir erreichen ein Ziel und eilen direkt zum nächsten Vorhaben oder Projekt. Doch eine der größten Lektionen, die ich bisher gelernt habe – und die uns die Natur immer wieder vorlebt – ist: Wir können nicht das ganze Jahr über in voller Blüte stehen.
Tatsächlich kann das Neue erst dann vollständig erblühen, wenn das Alte geehrt, gesehen und losgelassen wurde. Überspringen wir diesen Schritt, bleibt alte Energie zurück.
Manchmal im Körper.
Manchmal in unseren Entscheidungen.
Manchmal an den Stellen, an denen wir uns festgefahren fühlen, ohne genau benennen zu können, warum.
Unbewusst nehmen wir das mit, was wir eigentlich hinter uns lassen wollten.
Deshalb: Schaffe dir bewusst Raum, um das alte Jahr zu verabschieden.
In diesem fruchtbaren Zwischenraum – zwischen dem, was war, und dem, was sein wird – pflanzen wir die Samen für die Zukunft. Wir machen den Weg frei für das, was kommen möchte, und legen damit die Basis für einen entspannten Jahresstart.
Journaling Prompts, um das Jahr abzuschließen
Die folgenden Journaling-Fragen helfen dir dabei, die Höhen und Tiefen, die Freuden und Herausforderungen des vergangenen Jahres anzuerkennen.
Als kleine Unterstützung kannst du dir Fotos aus dem letzten Jahr anschauen.
- Was ist in deinem Leben passiert?
- Was hast du getragen und gefühlt?
- Was waren deine Träume und Ziele?
- Wovor hattest du Angst?
- Was waren deine 5 Highlights des letzten Jahres?
- Welche 3 Dinge hättest du nicht erwartet?
- Was war ein Tiefpunkt oder eine Herausforderung?
- Was hat dir die meiste Freude bereitet?
- Was lief nach Plan?
- Was lief nicht nach Plan?
- Wofür bist du am meisten dankbar?
- Was hast du gelernt?
- Wie hast du dich verändert?
- Welche Beziehung hat dir die meiste Freude gebracht?
- Welche Beziehung war die herausforderndste?
- Was möchtest du loslassen und im alten Jahr lassen?
- Was möchtest du mit ins neue Jahr nehmen?
- Welches Wort, welcher Song und/oder welches Bild fängt die Essenz deines letzten Jahres ein?
Das Lebensrad
Reflektieren. Neu justieren. Ausrichten.
Bevor du in den träumenden und visionierenden Teil des Prozesses eintrittst, halte einen Moment inne und schaue, wo du gerade stehst. Jeder Bereich des Lebensrads steht für einen Lebensbereich – von Beziehungen und Gesundheit über Kreativität, Zuhause und Spiritualität. Nicht alles muss blühen. Aber jeder Teil verdient es, gesehen zu werden.
Male die einzelnen Bereiche so weit aus, wie sie sich für dich aktuell stimmig anfühlen.
Sanft und klar ins neue Jahr
Du hast geehrt, was war. Jetzt lade ich dich ein, darauf zu lauschen, was verwirklicht werden möchte.
In einer Welt, die auf Geschwindigkeit und Leistung ausgerichtet ist, ist es leicht, mit einer langen Zielliste in den Januar zu starten – in der Hoffnung, dass Veränderung und Fokus allein Erfüllung bringen. Doch ein entspannter Jahresstart entsteht nicht durch Druck.
Visioning bedeutet, wahrzunehmen, wie du dich bereits verändert hast, und die Samen deines zukünftigen Selbstes zu nähren. Es geht darum, noch mehr von dem anzunehmen, wer du bist, und diesem Teil von dir zu erlauben, sich freier und vollständiger auszudrücken.
Wir sind ständig im Wandel. In dem Moment, in dem wir versuchen, diesen Wandel zu vermeiden, fühlt sich alles stagnierend, festgefahren, langweilig und leblos an. Wünsche werden oft von der Außenwelt geformt – von all den „Sollte“-Gedanken und Erwartungen, die wir übernommen haben. Wahre, inspirierte Visionen – Seelenrufe – entstehen dagegen leise von innen heraus. Sie kommen aus der Seele.
Nimm dir Zeit, nach innen zu lauschen und dieses tiefe innere Ja zu finden.
Journaling Prompts fürs neue Jahr
Die folgenden Fragen helfen dir, Klarheit für dein neues Jahr zu gewinnen und deinen entspannten Jahresstart bewusst zu gestalten:
- Was wünschst du dir am meisten in deinem Leben?
- Was passt nicht mehr zu dem, wer du heute bist?
- Was gibt dir Energie und Freude?
- Was raubt dir Energie?
- Wenn du wüsstest, dass du unterstützt wirst – was würdest du tun?
- Wenn du keine Angst vor der Meinung anderer hättest – was würdest du tun?
- Welche Erinnerungen möchtest du 2026 erschaffen?
- Wozu möchtest du mehr Ja sagen?
- Wozu sagst du ein klares und bestimmtes Nein?
- Was wünscht sich deine Seele für das neue Jahr?
- Was ist dein Wort für das neue Jahr?
- Was sind deine Träume für das neue Jahr?
- Wie wirst du dich fühlen, wenn du deine Träume verwirklicht hast?
Meine drei Hauptziele für das neue Jahr:
Ein entspannter Jahresstart: Es muss nicht alles sofort blühen
Bleiben wir bei der Metapher der Natur:
Auch dort blühen nicht alle Blumen gleichzeitig. Jede hat ihre Zeit. Lass dich davon inspirieren. Nicht alle Ziele und Projekte müssen parallel umgesetzt werden. Wähle bewusst zwei bis drei Schwerpunkte pro Jahreszeit oder Quartal und richte deinen Fokus darauf. Lass blühen, was blühen möchte – und verabschiede dich zwischendurch von den Blumen, deren Zeit vorbei ist.
So entsteht Raum. Und genau daraus wächst ein entspannter Jahresstart.
In diesem Sinne wünsche ich dir einen wundervollen Start in dein neues Jahr.
Herzliche Grüße
Angela
